Was ist uns die Innenstadt wert?

Öffentlichkeitsbeteiligung an Verkehrsentwicklung ist angelaufen

Am Freitag, direkt nach der Stadtradeln-Preisverleihung durch Klimamanagerin Bianca Heinzen und Stadtbaurat Daniel Schreiner, fiel der Startschuss für den Bürgerbeteiligungsprozess im Rahmen der neuen Verkehrsentwicklungs- und Nahverkehrspläne für die Stadt Fulda, in denen langfristige Ziele und Strategien für die Verkehrsentwicklung festgelegt werden sollen. Um die 60 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der Stadt Fulda ins Stadtschloss gefolgt, um moderiert durch die beteiligten Planungsbüros an drei Thementischen Anregungen, Frust und Wünsche zur Mobilität in Fulda zu hinterlassen.

Die erste von drei Die erste von drei Bürgerbeteiligungsveranstaltungen begann mit der Präsentation des traurigen Fuldaer Ist-Standes durch Dr. Frank Ließke von der Technischen Universität Dresden, der dort für das Forschungsprojekt Mobilität in Städten Daten sammelt und auswe

Ein Gruppenbild mit einigen Teilnehmenden des Stadtradelns der Stadt Fulda.

Nach der Preisverleihung gab’s ein Gruppenbild mit allen anwesenden Teilnehmenden des Stadtradelns.

rtet. So wird in Fulda zwar „nur“ jeder zweite Weg mit dem Auto zurückgelegt – aber dafür 80 Prozent der zurückgelegten Kilometer. Und während Fulda aufgrund seiner kompakten Innenstadt etwas mehr Fußverkehr verzeichnen kann als andere vergleichbare Städte, sind Fuldaer weniger oft mit dem Rad und den Bus und häufiger mit dem Auto unterwegs als anderswo. Fast 60 Prozent der Fuldaer kaufen beispielsweise mit dem Auto ein. „Das könnte für Fulda ein Ansatzpunkt sein“, so der Kommentar des Verkehrswissenschaftlers.

„Man kommt nachts nicht mehr heim.“

Für den Beteiligungsprozess selbst baten die moderierenden Mitglieder der Planungsbüros die Anwesenden an drei Thementische mit den Schwerpunkten Fuß- und Radverkehr, Öffentlicher Nahverkehr und motorisierter Individualverkehr. Diplom-Ingenieur Christian Bexen, der selbst täglich 40 Kilometer mit seinem E-Bike zurücklegt, betonte dabei einleitend, dass die Büros die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern als Bereicherung ansehen: „Sie sind jeden Tag unterwegs – deswegen sind Sie unsere Experten.“

Poster der Osnabrücker Kampagne zum Umsteigen aufs Fahrrad mit Titeln wie "Du willst die Welt retten? Fang schon mal an und fahr Rad!" oder "Flirten geht nicht im Mamataxi. Fahr lieber Rad!"

Osnabrück wirbt mit lustigen Sprüchen fürs Umsatteln.

An den Thementischen selbst überschlugen sich die Teilnehmenden mit Kommentaren und Vorschlägen und waren sich bei der Problembeschreibung oft einig. Konsens in punkto öffentlicher Nahverkehr war beispielsweise, dass die Busse zu selten fahren, zeitsparendes Umsteigen oft nicht möglich ist und die Zeiten, in denen die Busse im engeren Takt oder schlicht überhaupt fahren, zu knapp bemessen sind. „Man kommt nachts nicht mehr heim“, so ein Teilnehmer. Die Lösungsvorschläge reichten vom 15-Minuten-Takt zu ausgeweiteten Bedienzeiten, Busspuren in der Innenstadt, Jobtickets für Hochschule und Klinik bei an den Bedarf der Bediensteten angepasstem Service bis zur Forderung, dass das Anruf-Sammeltaxi sich nicht nach den Haltestellen der Schwachlastzeiten richten solle.

Radwege ohne Radfahrer

„Was ist einem die Innenstadt wert?“ hatte Christian Bexen in seinen einleitenden Worten gefragt. Gerade dazu wurde beim Kfz-Thementisch dann auch einmal kontrovers diskutiert. Ist es sinnvoll, grüne Wellen einzurichten und so noch mehr Autofahrende zu verleiten, mal schnell durch die Fuldaer Innenstadt zu fahren – oder wäre es nicht eigentlich sinnvoller, weite Teile der Innenstadt für die nicht-motorisierte Mobilität zu reservieren? Hier wurde immer wieder thematisiert, wie viel wertvollen Platz parkende Autos gerade dort blockieren, wo die Stadt am attraktivsten ist. So forderte eine Teilnehmerin, die Zahl der Parkplätze an Innenstadtstraßen zu reduzieren und das Parken auf die Parkhäuser zu begrenzen.

Der Radverkehrsthementisch umstanden von Teilnehmenden mit den Kevin Hillen als Protokollant und Merja Spott als Moderatorin.

Kevin Hillen von der Planersocietät Dortmund kam beim von Merja Hillen moderierten Thementisch Fuß- und Radverkehr kaum beim Protokollieren der Missstände nach.

Planer Bexen hatte eingangs formuliert, „In Fulda gibt es zwar einige Radwege, aber es fehlen die Radfahrer.“ Daher wunderte es nicht, dass sich besonders großer Leidensdruck am Thementisch zum Fuß- und Radverkehr äußerte, an dem sich besonders radfahrende Bürgerinnen und Bürger in ihren Klagen überboten: „In Fulda gibt es zwar einige Radwege, aber es fehlen die Radler.“ „Es ist viel gemacht worden, aber ein Konzept kann ich nicht erkennen“, „Linksabbiegen für Radfahrer kommt nicht vor“, „Ich hab‘ noch keinen Radweg in Fulda erlebt, der durchgängig geht“, „Radwege lösen sich einfach in Luft auf“, „Es fehlen gute Verbindungslinien“, „Der grüne Pfeil ist lebensgefährlich für Radler“ und vieles mehr war da zu hören.

Stiefkinder der Verkehrsplaner

Aber auch, wer zu Fuß unterwegs ist, fühlt sich in Fulda oft als Stiefkind der Verkehrsplaner: Grün-Phasen an Ampeln lassen langsameren Menschen nicht genug Zeit, die Straße in einem Rutsch zu queren, und Straßen wie die Dalberg- und Leipziger Straße sind streckenweise kaum zu queren. Hinzu kommt, dass Leuten, die zu Fuß unterwegs sind, an Baustellen, aber manchmal auch andernorts immer wieder größere Umwege zugemutet werden.

Mit der Auftaktveranstaltung am Freitag war der Beteiligungsprozess noch nicht zuende. Am folgenden Samstag fand eine Planungsradtour statt, bei der Bürgerinnen und Bürger konkrete Orte der Stadt direkt diskutieren konnten. Über einzelne Stationen der Planungsradtour werden wir in weiteren Beiträgen noch berichten. Zugleich wurde bis zum 30. November eine Online-Plattform eingerichtet, auf der Fuldaerinnen und Fuldaer unter http://www.buergerbeteiligung.de/vepfulda Vorschläge und Kommentare in eine Karte eintragen können. Anschließend ist noch eine weitere Bürgerbeteiligungsveranstaltung geplant.

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Stadt lädt Bürgerinnen & Bürger zur Beteiligung

Am Freitag, 7. Oktober, lädt die Stadt zum Auftakt der Bürgerbeteiligung bei der Verkehrsentwicklung

Nach Ende der Stadtradeln-Preisverleihung an Fuldaer Radelnde um 15 Uhr im Fürstensaal geht’s los: Die Meinung Fuldaer Bürgerinnen und Bürger zur Verkehrsentwicklung ist gefragt, so jedenfalls das Signal der Stadt. Nach dem Auftakt der Beteiligung im Fürstensaal um 16 Uhr verteilen sich die Teilnehmenden dann im Grünen Zimmer und Gobelinzimmer auf verschiedene Thementische. Das Ende wird für 19.15 Uhr anvisiert. Eine Planungsradtour von 13-15 Uhr ab Domplatz am nächsten Tag setzt die Beteiligung fort.

Körniges Foto einer Tempo-30-Markierung auf der Straße.

Was wird der Beteiligungsprozess bringen? Mehr oder weniger Blech?

Bei dem Projekt geht es um die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans und des Nahverkehrsplans. Organisiert wird die Auftaktveranstaltung für die Bürgerbeteiligung von den vier von der Stadt beauftragten Planungsbüros: Planersocietät aus Dortmund, Gertz Gutsche Rümenapp aus Hamburg, die für den Verkehrsentwicklungsplan zuständig sind, sowie R+T Verkehrsplanung und Zentrum für integrierte Verkehrssysteme GmbH aus Darmstadt, die sich um den Nahverkehrsplan kümmern.

Auf zur Radtour mit den Planer(inne?)n

Am nächsten Tag können sich Interessierte Samstagmittag um 13 Uhr am Domplatz – der vertrauten Abfahrtsstelle der Fuldaer Critical Mass – mit Vertretern der Stadt sowie Mitgliedern der Büros Planersocietät und Gertz Gutsche Rümenapp  aufs Rad schwingen und an einer Planungsradtour teilnehmen. Hierfür wird um eine Anmeldung gebeten: spott[&]planersocietaet.de.

Foto mit einer Gruppe Radelnder von hinten auf der Fuldaer Bardostraße.

Fast wie bei Critical Mass jeden letzten Dienstag im Monat: Die Planungsradtour startet zentral am Domplatz.

Beide Termine werden nicht die letzten Beteiligungstermine sein, sondern bilden den Beginn eines längeren Beteiligungsprozesses, für den auch ein Online-Dialog geplant ist. Die Stadt Fulda steht mit derartigem nicht allein, denn Beteiligung ist hip. Selbst das Bundesverkehrsministerium beteiligte Bürgerinnen und Bürger beispielsweise am Bundesverkehrswegeplan. Doch angesehene Umweltverbände wie der BUND kritisierten, dass keiner der Alternativvorschläge von Bürgerinnen und Bürgern tatsächlich ernsthaft geprüft worden waren, und sehen Beteiligungsrechte verletzt.

Gehen wir optimistisch in den Prozess und hoffen, das dies in Fulda anders sein wird und Beteiligung nicht nur dem Zweck dient, Bürgerinnen und Bürger ruhigzustellen.

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Warum eine kaputte Zylinderkopf-Dichtung das Beste war, was mir 2016 passieren konnte

Von Thomas Rehm

Als mein Automechaniker im Frühjahr an meinem alten Opel-Corsa eine kaputte Zylinderkopf-Dichtung diagnostizierte, stand ich plötzlich ohne Auto da. So war ich gezwungen, die insgesamt 36 Kilometer zu meinem Arbeitsplatz mit dem Rad zu bewältigen.

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Manchmal kostet es Überwindung, sich früh morgens aufs Rad zu schwingen.

Deshalb kam mein gewohnter Tagesrhythmus total durcheinander. Dies bedeutete für mich konkret, morgens eine Stunde früher aufzustehen und mich dann auf den beschwerlichen Weg mit meist leichtem Anstieg und Gegenwind zu begeben. Völlig schweißdurchnässt und außer Atem erreichte ich meinen Arbeitsplatz nach etwas über einer Stunde. Die Rückfahrt verlief dann immer sehr entspannt, doch abends fiel ich stets schon um 20.30 Uhr todmüde ins Bett.

Gegenwind in klammer Dämmerung

Die Hemmschwelle, mich dann jeden Morgen in der klammen Dämmerung – vor allem bei starkem Gegenwind oder Regen – auf den beschwerlichen Weg zu machen, war enorm. Weil meine Arbeitskollegen wegen meines, milde ausgedrückt, sehr scharfen Schweißgeruchs sehr litten, war ich gezwungen, mich nach meiner Ankunft in der Firma komplett zu waschen und auch meine schweißtriefenden Klamotten zu wechseln. Doch peu à peu, nach schon 14 Tagen, verwandelte sich mein Leidensdruck in einen wahren Segen.

Bild eines Fahrrads beim Fahren; eine Hand am Lenker und ein Fuß auf der Pedale sind sichtbar.

Mit Radfahren sein Leben ändern.

Irgendwie war ich den ganzen Arbeitstag über beschwingter und energetischer als meine Kollegen, ohne wie diese immer wieder den Weg zum Kaffeeautomaten suchen zu müssen. Bei kleinen Tagestiefs griffen meine mitgebrachten grünen Smoothies viel direkter als früher. Extrem erfreulich war schon nach kurzer Zeit der allmorgendliche Blick auf meine Waage. Meine Rettungsringe, die ich schon seit Jahren erfolglos mit täglichem Yoga und mit vegetarischer Ernährung mit Tendenz zur veganen Rohkost bekämpfe, schmolzen tatsächlich endlich dahin wie Schnee in der Frühlingssonne!

Energie durch Radfahren

Nach knapp drei Monaten wiege ich nun statt 94 nur noch 86 kg, und ich genieße die 8 kg weniger vor allem bei körperlicher Arbeit, die ich viel fixer und lustvoller als früher verrichte. Wenn bei großer Hitze meine Kollegen auf dem Zahnfleisch gehen, wundere ich mich selbst über meine Leichtigkeit. Auch mein wirklich übler Schweißgeruch ist nun verschwunden, weil ich jetzt anscheinend entgiftet und entschlackt bin. Mit großer Genugtuung genieße ich meinen tiefen und freien Atem und meine robustere Konstitution. Die täglichen Radtouren durch die Natur sind jetzt die Höhepunkte des Tages geworden.

Oft muss ich  daran denken, wie mir meine Mutter in meiner Kindheit beim einschlafen etwas vorlas. An eine Episode aus einem Sachbuch über die Völker der Welt kann ich mich noch ganz besonders gut erinnern. Als die Sprache auf die Chinesen kam, sagte meine Mutter zu mir: „Und schau, Thomas. Die armen Chinesen haben keine tollen Autos wie wir und müssen alle mit dem Fahrrad fahren. Sei froh darüber, dass du nicht in China geboren worden bist!“

Jetzt auch ein „armer Chinese“

Beim letzten Weihnachtsfest in Kreise der wohlhabenderen Familie meines Bruders, fast allesamt Fahrer PS-starker Karossen, erzählte ich von meiner neuen Leidenschaft, dem täglichen Fahrradfahren auf größeren Distanzen, und dass sich seitdem meine Lebensqualität ganz erheblich verbessert hat.

Schatten eines Radfahrenden im Grünen.

Ein „armer Chinese“ im Einklang mit der Natur.

Ich schloss mit dem Satz, „Ich fühle mich jetzt pudelwohl, habe fast Idealgewicht, und ich ruhe jetzt viel mehr als früher in mir selbst – ganz wie die ‚armen, armen Chinesen‘ früher, die auch durch das Fahrradfahren bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig blieben.“ Beim Blick in die Runde kam ich mir wesentlich vitaler und zufriedener vor als die meisten meiner lieben Verwandten, obwohl ich im Gegensatz zu ihnen in unserem Land zu den Geringverdienern zähle.

Die tägliche Zeit auf meinem Fahrrad ist zu einer großen Quelle der Inspiration für mich geworden. Sorgen und Probleme verlieren ihre Eindringlichkeit, und oft eröffnen sich wie von selbst neue Lösungswege durch die reinigende und vitalisierende Konfrontation mit den Naturgewalten. Es wäre schön, wenn meine kleine Hommage an das regelmäßige Fahrradfahren andere Menschen inspiriert, für sich das Fortbewegungsmittel Fahrrad – auch aus ökologischen Gründen – neu zu entdecken und sich nicht von anfänglichen Widerständen entmutigen zu lassen!

 

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Stadt spielend neu denken!

Verkehrswende traf sich zu Spiel und Austausch in der Bahnhofstraße

Ein Junge spielt Ringewerfen.

Übung macht den Meister …

Manche Passanten mussten scharf hingucken: Nein, da wurde nicht quer über die Rabanusstraße Federball gespielt – es war nur Pantomime, die darauf aufmerksam machte, dass die Fußgängerzone in der Bahnhofstraße immer wieder durch Verkehrsschneisen unterbrochen wird. Anders als in vielen Städten gibt es in Fulda kein entspanntes, ungehindertes Schlender in der Fußgängerzone, den es müssen immer wieder Straßen überquert und Lichtsignale abgewartet werden.

Daher trafen sich Mitglieder und Freunde von Verkehrswende Fulda am vergangenen Samstag, um mit Spiel und Spaß in der Fußgängerzone dazu anzuregen, die Innenstadt einmal ganz neu zu denken. „Wir tun doch nix – wir spielen nur!“ wurde per Kreide angekündigt – und dann ging’s los mit Ringewerfen, Seilspringen, Balancespielen und vielem mehr.

Eine Frau spielt gekonnt mit einem Hoola-Hoop.

Die Aktion bot Raum für Spiel, Bewegung und Austausch.

Wer sich interessierte, konnte ins Gespräch kommen. Zum Beispiel über Ideen, endlich eine zusammenhängende Fußgängerzone in der Bahnhofstraße zu schaffen, ohne Unterbrechung durch Fußgängerampeln. Über ein Innenstadtkonzept, dass Menschen und nicht parkendem Blech Vorrang einräumt. Und über durchgängig in beide Richtungen radfahrdurchlässige Einbahnstraßen in der gesamten Innenstadt. Sowie natürlich eine wirklich gut mit Bussen versorgte Innenstadt und ein tatsächlich attraktives Nahverkehrsnetz.

In diesem Sinn war das Spieltreffen ein kleiner Vorgriff – auf die Innenstadt, wie sie sein wird, wenn das, was Menschen kreativ miteinander machen können, mehr Raum bekommt als die Obsession mit dem Parkplatz direkt vorm Laden.

Der Flyer mit den Forderungen der Aktion Stadt Spielend Neu Denken

Priorität für Menschen, nicht Blech.

 

 

 

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Zu Fuß in Fulda? Pech!

Baustelle blockiert Fußweg an der Stelle, an der auf der Wörthstraße direkt am Kreisverkehr an der Magdeburger Straße über die Fußgängerfurt gequert werden soll.

Um auf die Querung via Furth zu warten, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger hier schon auf der Straße stehen.

Baustellen blockieren Fußwege oft komplett

Für den Autoverkehr ist in Fulda Platz. Vierspurige Straßen zerschneiden Wohngebiete, die historische Innenstadt ist fast komplett mit Benzinern zu befahren, und auf einigen Radwegen und Schutzstreifen kann sogar ohne jede Störung regelwidrig geparkt und gehalten werden. Wer dagegen auch einmal das schützende Auto verlässt und das Pech hat, zu Fuß an einer Baustelle vorbeizukommen, muss allzu oft gewärtigen, die Straße wechseln oder an gefährlichen Stellen auf der Straße oder gar auf Radstreifen laufen zu müssen.

Eine Baustellenabsperrung an der Ecke Wörthstraße/Leipziger Straße blockiert den Fußweg an der vierspurigen Straße komplett.

Wer hier weiter die Leipziger hoch musste, hatte erst drei Ampeln zu queren.

So wurden im Februar Ecke Leipziger Straße/Wörthstraße Kabel verlegt und der Fußweg auf der Ostseite der Leipziger Straße komplett gesperrt. Für Passanten, deren Ziel auf derselben Straßenseite lag, hieß das: entweder drei Ampeln überqueren oder an einer unübersichtlichen Ecke einer besonders stark befahrenden Kreuzung auf der Straße laufen zu müssen. Einziger Lichtblick: nach ein paar Tagen war die Baustelle wieder verschwunden.

Die Fuldaer Lösung: Fußweg auf dem Schutzstreifen für Radelnde

Das lässt sich von anderen Fuldaer Baustellen leider nicht sagen. An der Dalbergstraße müssen Fußgänger schon seit längerem auf dem Schutzstreifen für Radfahrer laufen – natürlich ohne, dass Radfahrende sicher auf die Straße geleitet werden würden. Diese elegante Lösung, die sich auch wieder an einer gefährlichen Straße befindet, die sich zu Fuß nicht gerade mir nichts, dir nichts überqueren lässt, wird uns voraussichtlich noch richtig lange erhalten bleiben.

Eine Baustelle grenzt über den Fußweg inweg direkt an den Radweg an; links vom Radweg befindet sich die vierspurige Dalbergstraße.

Super Lösung: Zu Fuß auf dem Schutzstreifen für Radelnde an der Dalbergstraße!

Ähnlich sieht es mit der Baustelle am neuen Kreisverkehr an der Magdeburger Straße aus. Hier drückt immerhin ein Schild deutlich aus, dass Fußgänger die andere Straßenseite benutzen sollen, und eine Furt erleichtert einigermaßen sicheres Queren. Dumm ist nur, dass an der Stelle, von wo aus die Furt gequert werden sollte, eben die eingegitterte Baustelle befindet.

Wer zu Fuß geht, muss ja Zeit haben!

An allen erwähnten Baustellen findet sich dasselbe Muster: von denen, die zu Fuß unterwegs sind, wird ganz selbstverständlich verlangt, dass sie die Straßenseite queren und teils größere Umwege oder längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Damit der Autoverkehr auch ja nicht behindert wird, kommt in Fulda jedenfalls niemand auf die Idee, an Baustellen einen Teil der Straße für sicheren und komfortablen Fußverkehr sicher abzutrennen.

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Wie geht’s weiter?

Ergebnisse der Ideenbaustelle werden besprochen

Von der essbaren Stadt über mehr Fußgängerzonen bis zur Seilbahn nach Aschenberg – Bürgerinnen und Bürger aus Fulda und Umgebung sammelten im Rahmen der Einergiesparwoche unterschiedlichste Ideen für eine nachhaltige Innenstadt. Auf dem Verkehrswende Treffen am Dienstag, 25. Januar, um 20 Uhr in der Friedrichstraße 22 wird auf einem ersten Treffen besprochen, was mit den Ideen geschehen soll.

BahnhofstrasseFussgaengerzone

Mini-Ausschnitt aus einer „Tischdecke“ der Ideenbaustelle.

Schneeregen sorgte am ersten Adventswochenende 2015 für unwirtliches Klima draußen, als sich Menschen aus Fulda und Umgebung im Umweltzentrum zusammenfanden, um Ideen für eine nachhaltige, mitmenschliche Mobilität in der Fuldaer Innenstadt zu sammeln. Nach einer kurzen Eröffnung ließen sich die Teilnehmenden zunächst von dem Dokumentarfilm The Human Scale über Konzepte einer am „menschlichen Maß“ des Filmtitels ausgerichteten Stadtplanung des Architekturbüros von Jan Gehl inspirieren.

Gestärkt von Kaffee und Kuchen ging es dann direkt in die Ideenbaustelle, in der sich wechselnde Gruppen zu den Aspekten Lebensqualität, Nachhaltigkeit, Inklusion und menschliche Interaktion an Tischen zusammenfanden und ihre Ideen direkt auf die ausliegenden Papiertischdecken notierten. Wer wollte, konnte die Ideen anderer kommentieren, und zum Abschluss wurden die Ideen kurz geteilt und besprochen.

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Critical Mass – All Year Round

CriticalMass_2016_11_LinksabbiegerDie Radelnden, die sich in wechselnder Besetzung an jedem letzten Dienstag im Monat um 18 Uhr am Dom treffen, um als Critical Mass durch Fulda zu radeln, waren letztes Jahr jeden Monat aktiv – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Kälte. Auch im Januar 2016 geht’s weiter.

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Städte für Menschen: Wie wollen wir in Fulda leben?

Plakat der Veranstaltung "Wie wollen wir in Fulda leben?" am Samstag, 28. November, von 14-19 Uhr im Umweltzentrum, auf dem die Kühler von geparkten Autos in Großaufnahme zu sehen sind.

Auf der Denkbaustelle wird an kreativen Ideen gewerkelt, Stadtraum mit nachhaltiger Mobilität und dem Gestalten menschlicher Interaktionen lebenswerter zu machen.

Verkehrswende Fulda lädt zu einer Filmvorführung mit anschließender Ideenbaustelle für das Fulda der Zukunft

Die Bürgerinitiative Verkehrswende Fulda lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Fuldaer Energiesparwochen am Samstag, 28. November, von 14 bis 19 Uhr dazu ein, an einer Ideenbaustelle im Umweltzentrum mitzumachen. Auf der Baustelle soll an Ideen für einen nachhaltigen Stadtraum gewerkelt werden, der zugleich ein Miteinander auf Augenhöhe ermöglicht.

Eingeleitet wird die Ideenbaustelle mit der Vorführung des Dokumentarfilms The Human Scale von Andreas Dalsgaard, in dem es um die Arbeit des Stadtplaners Jan Gehl geht, der alltägliche menschliche Bedürfnisse und menschliches Zusammenleben ins Zentrum seiner Planungen stellt. Nach einer Kennenlern-Kaffeepause geht es dann in kleinen Gruppen mit der Ideenbaustelle weiter.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Umweltzentrum und der Volkshochschule der Stadt Fulda statt und wird aus Mitteln der lokalen Agenda 21 gefördert.

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„Wir wollen doch nur eine Bushaltestelle“

Fast alle Menschen in Fulda leben in unmittelbarer Nähe einer Bushaltestelle. So auch die Ripkes: Die nächste Haltestelle der Linie in der Neuenberger Straße ist nur wenige hundert Meter von ihrem Haus entfernt – Luftlinie. Aber zwischen der Haltestelle der Linie 3 und der Wohnung müssen circa 80 Höhenmeter überwunden werden. Weder für die Ripkes noch für ihre vielen Nachbarn, die gemeinsam mit ihren vor Jahrzehnten gebauten Häusern gealtert sind, ist der steile Berg leicht zu überwinden. Gleichzeitig fährt ganz in der Nähe der oberen Hainzeller Straße und Niedermooser Straße oben auf der Höhe Linie 5 auf der Sickelser Straße vorbei –ohne anzuhalten.

Ein Pfad trifft seitlich der Sickelser Straße auf eine größere, geteerte Stelle.

Genau hier wünschen sich Anwohner der oberen Hainzeller und der Niedermooser Straße endlich eine Bushaltestelle.

Stefan Ripke will das ändern. Schon vor drei Jahren wandte er sich das erste Mal an die Stadt und schlug vor, eine Bushaltestelle auf der Sickelser Straße einzurichten. Hier befindet sich dort, wo die Hainzeller Straße früher mit der Sickelser Straße verbunden war, ohnehin bereits ein Durchgang für alle, die zu Fuß die Sickelser Straße überqueren und auf dem geteerten Rad- und Fußweg jenseits der Straße Richtung Fulda Galerie laufen wollen. Genau auf der Höhe, wo der Pfad von der Hainzeller Straße aus auf die Sickelser Straße trifft, wünscht Stefan Ripke sich eine Bushaltestelle: „Da ist der Berg weg – das ist dann auf einer Höhenlinie.“ Leute in Neuenberg sagen, es habe bereits vor einigen Jahren einmal eine ähnliche Eingabe gegeben.

Da oben fährt der Bus leer durch die Pampa

Dass es Bedarf für die Haltestelle gibt, steht außer Frage. Die Ripkes beobachten immer wieder gehbehinderte ältere Menschen und Schulkinder mit schweren Ranzen, die sich von der Bushaltestelle in der Neuenberger Straße den Berg bis zur Niedermooser Straße hochkämpfen. Auch Mütter, die in Fulda Galerie wohnen, schieben ihre Kinderwagen mit viel Mühe den Berg hoch. Und für Stefan Ripke selbst wäre Busfahren attraktiver, wenn die Haltestelle sich auf gleicher Höhe wie der hoch gelegene Teil Neuenbergs befinden würde: „Ich bin herzkrank. Ich würde gern mein Auto öfter sehenlassen und Bus fahren.“ Seine Frau Elke sekundiert: „Der Berg und dann was zu tragen – das schafft mich manchmal.“ Die 86-jährige Nachbarin der Ripkes bleibt beim Anstieg alle paar Meter stehen, um zu verschnaufen.

Stefan Ripke setzt sich bereits seit drei Jahren für eine Bushaltestelle an der Sickelser Straße ein - genau dort, wo der Pfad von der Hainzeller Straße aus auf diese durchstößt.

Stefan Ripke setzt sich bereits seit drei Jahren für eine Bushaltestelle an der Sickelser Straße ein – genau dort, wo der Pfad von der Hainzeller Straße aus auf diese durchstößt.

Um Busfahren für die Neuenberger oben auf der Höhe attraktiver zu machen, muss dabei keine neue Linie eingerichtet werden, denn die Linie 5 fährt ja in unmittelbarer Nähe vorbei. Was fehlt, ist bloß eine weitere Bushaltestelle. Im Moment befindet sich die letzte Haltestelle der Linie 5, die häufig nur wenige Passagiere hat, vor dem Halt am Mondrianplatz in Fulda Galerie auf Höhe des Parkhauses am Rosengarten – mehrere Kilometer entfernt. Genau das ist es, was die Ripkes nicht verstehen: Für die Neuenberger gibt es Bedarf, die Linie 5 ebenfalls nutzen zu können, und „da oben fährt ein Bus leer durch die Pampa.“

Umzug wegen fehlender Busanbindung

Beim Ortstermin an der Sickelser Straße, treffen wir Carola Gonzales mit ihrem Hund, die dem Anliegen sofort positiv gegenübersteht: „’ne Haltestelle hier würd‘ ich prima finden.“ Eine Bekannte aus Neuenberg, so berichtet sie, zog gar aus Neuenberg in einen anderen Stadtteil. Die Begründung: „Ich schaffe den Berg nicht mehr.“ Wenn der Bus attraktiver würde, könnte dies auch positive Auswirkungen auf den Verkehr auf der Sickelser Straße haben. „Sie können Fragen, wen Sie wollen,“ so Carola Gonzales, „alle beklagen sich, der Verkehr nimmt immer mehr zu.“

Die Öffnung im Gitter an der Hainzeller Straße deutet immerhin an: Wer zu Fuß geht, ist hier willkommen.

Die Öffnung im Gitter an der Hainzeller Straße deutet immerhin an: Wer zu Fuß geht, ist hier willkommen.

Trotz der Interessenlage der Anwohner, ist die Stadt allerdings noch nicht tätig geworden – obwohl die damalige Stadtbaurätin Cornelia Zuschke die Argumentation Stefan Ripkes nachvollziehen konnte und in einem Antwortschreiben vom Mai 2013 betonte, dass sie mit ihrer Einschätzung „dicht beieinander seien“. „Unbestritten ist auch,“ so die ehemalige Stadtbaurätin, „dass eine weitere Bushaltestelle an der Sickelser Straße die Attraktivität des Wohngebiets erhöhen und die Erreichbarkeit für die Bewohner erleichtern würde.“ Eine Bushaltesellte auf einer solchen „freien Strecke“ könne dort aber nur „neben der Fahrbahn“ angelegt werden, und es müsse eine Querungshilfe für Fußgänger geschaffen werden – was beides mit erheblichen Kosten verbunden sei, die der Stadt im Augenblick nicht zur Verfügung stünden. Vom neuen Stadtbaurat Schreiner kam bisher auch keine positive Antwort.

„Wir wollen doch kein Dorfgemeinschaftshaus!“

Ungeteerter, herbstlich mit Blättern bedeckter Fußpfad von mit Pflanzen überwachsenen Gartenzaun links und Büschen rechts eingesäumt.

Wenn der Verkehr nicht wäre, ein lauschiges Plätzchen: der Durchgang zwischen Hainzeller und Sickelser Straße.

Stefan Ripke überzeugt die Argumentation nicht, denn die Sickelser Straße sei für Fußgänger zu den meisten Tageszeiten leicht zu überqueren, und es sei nicht einzusehen, warum nicht einfach durch Aufstellen eines Haltestellenschildes eine Haltestelle geschaffen werden könne. Haltestellen ohne Querungshilfen gibt es schließlich auch an anderen freien Strecken in Fulda – beispielsweise an der Maberzeller Straße, wo das Verkehrsaufkommen eher höher ist. Und dass man auf der Sickelser Straße 70 fahren darf, ließe sich ja schließlich ändern.

Für Stefan Ripke ist schwer zu verstehen, warum sich die Stadt so schwertut: „Wir wollen doch kein Dorfgemeinschaftshaus da stehen haben. Wir wollen doch nur ’ne Haltestelle.“

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Mahnrad erinnert an tödlichen Unfall

Etwa zwanzig Menschen gedachteten des getöteten Petersberger Radfahrers und tauschten sich über die Gefahren der Verkehrsführung aus.

Etwa zwanzig Menschen gedachteten des getöteten Petersberger Radfahrers und tauschten sich über die Gefahren der Verkehrsführung aus.

Seit dem 17. Oktober, gut einen Monat nach dem tödlichen Unfall an der Ecke Petersberger Straße/Zieherser Weg, erinnert nun ein weiß gestrichenes Mahnrad an den dort getöteten Radfahrer. Die alternative Zeitung Agora, der ADFC Fulda und die Bürgerinitiative Verkehrswende Fulda stellten das Rad in einer gemeinsamen Aktion von etwa 20 Teilnehmenden auf, um des Toten zu gedenken und außerdem auf die Gefahren an dieser Stelle hinzuweisen.

Der sechsundfünfzigjährige Petersberger Radfahrer, der bei dem Unfall getötet wurde, war wie immer morgens auf dem Weg zur Arbeit, als er die Petersberger Straße geradeaus an der Einmündung Zieherser Weg herunterfuhr. Laut Pressemeldung der Polizei Osthessen übersah ihn ein in den Zieherser Weg rechts abbiegender Sattelschlepper, so dass er auf das Fahrzeug aufprallte und zu Boden geschleudert wurde. Der Radfahrer wurde ins Krankenhaus gebracht, starb dort aber wenig später aufgrund seiner schweren Verletzungen.

Den Schutzstreifen für Radfahrende querend biegt ein weißer Pkw von der vierspurigen Petersberger Straße in den Zieherser Weg ein.

Da, wo der weiße Pkw abbiegt, geschah der Unfall. Vor dem Kreuzungsbereich endet die rote Markierung.

Unter denen, die zur Aufstellung des Rads gekommen war, mischte sich Trauer mit Ärger und dem Gefühl, dass sich an der Stelle ähnliche Unfälle jederzeit wiederholen können. So waren die Aktivistinnen und Aktivisten von Critical Mass Fulda drei Wochen nach dem Unfall zu der Stelle gefahren, um sie zu begutachten, als genau in dem Moment, in dem sie dort ankamen, wieder ein Radfahrer von einem rechtsabbiegenden Kraftfahrer übersehen und angefahren wurde. Der Notdienst lieferte den schwer verletzten Radfahrer in die Klinik ein.

Der Grüne Pfeil: Trotz der Anweisung zum Halten fühlen sich viele Kraftfahrende zum schwungvollen Abbiegen eingeladen.

Der Grüne Pfeil: Trotz der Anweisung zum Halten fühlen sich viele Kraftfahrende zum schwungvollen Abbiegen eingeladen.

Franz Hupke, der Inhaber und Betreiber des Kiosks an der Ecke Petersberger/Zieherser Weg kommentierte, er „erlebe sehr oft, dass hier Fahrradfahrer angefahren werden.“ Seit dem tödlichen Unfall habe es bereits zwei weitere Unfälle gegeben. Was dort besonders zum Gefährdungspotential beiträgt ist der Grüne Pfeil, der Rechtsabbiegen auch bei eine roten Ampel erlaubt. Für Hupke stellt sich damit „die Frage, ob man das nicht überdenken sollte.“ Verbunden damit, dass der Fußgängerüberweg auf dem Zieherser Weg so weit von der Petersberger Straße abgesetzt ist, dass vor dem Überweg ein kompletter Pkw Platz findet, kann der Grüne Pfeil an dieser Stelle geradezu als Einladung verstanden werden, ohne anzuhalten schwungvoll nach rechts abzubiegen – obwohl der Grüne Pfeil vor dem Abbiegen natürlich ein Halten an der Haltelinie vorsieht.

Ein Fußgäner quert einen Überweg bei grüner Ampel; der Überweg befindet sich in circa zehn Meter Distanz von der Kreuzung.

Ein extrem weit von der Petersberger Straße abgesetzter Fußgängerüberweg führt dazu, dass Leute am Steuer erst abbiegen und dann gucken.

Was an der Kreuzung Petersberger Straße/Zieherser Weg zusätzlich für Verwirrung sorgen könnte, ist die Tatsache, dass die auf der Petersberger Straße vorhandene rote Markierung des Schutzstreifens im Kreuzungsbereich unterbrochen wird – also gerade dort, wo Radfahrende am schutzbedürftigsten sind. Schutzstreifen müssen zwar nicht rot markiert sein, aber wenn sie es sind und die Markierung an Einmündungen und Kreuzungen unterbrochen wird, könnte damit ein falsches Signal gesetzt werden.

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